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Samstag, 9. November 2013

# 34 संघीय लोकतान्त्रिक गणतन्त्रात्मक नेपाल


Namasté ihr Flöten,

lang lang ist’s her, aber ich hab mal wieder Lust was zu schreiben, denn ich habe was unglaublich schönes erlebt und möchte Euch davon berichten. Wer hier keine Lust auf mein Blabla hat kann ganz locker lässig ein Bild anklicke und dann durch die Galerie blättern :) Die letzten zwei Wochen war ich samt Familie Blakley und Familie Farrell nämlich in Nepal unterwegs. An dieser Stelle ein fettes Danke! Es war eine tolle Zeit! Nepal ist übrigens das einzige Land der Welt dessen Flagge nicht quadratisch ist. Obwohl ich doch schon asien-erprobt bin, war in Nepal doch noch mal alles nen Zacken anders!


Nepal liegt zwischen Indien und Tibet und bietet unglaublich vielfältige Landschaften vom Himalaya Gebirge, über Reisterrassen bis zum subtropischen Dschungel. In Nepal befindet sich ein Großteil des Himalaya Gebirges, unter anderem auch der Mount Everest (8848m), der höchste Berg der Erde. Insgesamt sogar acht der zehn höchsten Berge der Welt. Für Bergsteiger also ein Traum. Allerdings kann nicht jeder so einfach mal eben Mount Everest besteigen. Man muss sich bewerben, körperlich in top Verfassung sein und Erfahrung vorweisen. Eine Agentur bestimmt dann, ob man es wagen darf oder nicht. Diese Agenturen werben mit Quoten, wie viele ihrer Bergsteiger es tatsächlich schaffen, also nehmen sie natürlich nur die besten. 

Viele  Touristen, die wir gesehen oder kennengelernt haben, waren so mittleren Alters und hatten alle die ultimativste Trekkingausrüstung an, viele waren auch aus Deutschland. So trekking outfit mäßig konnte ich da nicht wirklich mithalten, habe mich aber für meine Verhältnisse eindeutig gesteigert. Während ich in Laos noch mit Tara Wasserfälle in Flip Flops hochgeklettert bin, hatte ich dieses Mal schon echte Wanderschuhe. Beim Kauf der Wanderschuhe standen meine Tante und meine Mama neben mir und haben dem Verkäufer zugehört, nach 5-minütiger Erklärung guckt er die beiden so an: „Ja, was meinen denn die Erwachsenen dazu?“ Danke, lieber Mann im Intersport Begro! Danke. 

Vor der Reise wurde uns empfohlen Malaria Tabletten einzunehmen. Man fängt eine Woche vorher an jeden Tag 2 Tabletten zunehmen, nimmt die Tabletten natürlich während des Aufenthalts ein und noch 4 Wochen danach! Zusätzlich ein mal wöchentlich 2 weitere Tabletten. Übertreib. Die fetzen dir so den Magen weg! Niemals, bitte niemals auf nüchternen Magen einnehmen. Außerdem schmecken sie ungefähr so gut wie Eigenurin.



Unsere Nepal Reise begann also in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Die Stadt ist wirklich der Wahnsinn. Es gibt so viele wunderschöne Tempel und Bauwerke, alles ist voller Menschen und es macht einfach Spaß das Leben hier zu beobachten.





Besonders gut haben mir Swayambhu gefallen, eine auf einem Hügel stehende Tempelanlage, von der man ganz Kathmandu überblicken kann. Die aufgemalten Augen symbolisieren die alles-sehenden Augen Buddhas die in alle vier Himmelsrichtungen blicken.


Hier wimmelt es nur so von Affen,
was den Spaßfaktor natürlich direkt erhöht 
J 






Man beachte den Affen der auf dem Dach sitzt und Reis isst, dabei
jede Menge fallen lässt und somit die Tauben füttert
:)




Seit der Besatzung Tibets in 1959 wurde der Tempel und seine Umgebung zur Heimat von vielen Exil Tibetern. Wenn man sich hier aufhält, dann kann man sehen, wie Buddhisten um die Stupa schreiten und dabei die unzähligen Gebetsmühlen in Bewegung setzen. 

Wunderschön ist auch die Altstadt von Nepal, und die zahlreichen Stupas oder Hindu Klöster die sich an allen Ecken befinden. Wenn man durch die Straßen schlendert sieht man sehr oft heilige Kühe, die einfach so rumchillen, manchmal mitten auf der Kreuzung.









So schön Kathmandu auch ist, die Luftqualität lässt einen wirklich schnell weiterreisen. Man sieht viele Menschen mit Atemschutzmasken. Wer zu lange ohne Mundschutz rumläuft, riskiert es, sich Atemwegserkrankungen oder Augenreizungen zuzuziehen.

Wir waren ja nur kurz unterwegs, aber man hat es deutlich gespürt und gemerkt (Lakritz in der Nase sage ich dazu nur ;) ) Überhaupt lernt man die Annehmlichkeiten des Lebens zu schätzen wenn man in Nepal reist. Die Qualität des Wassers ist nicht so dufte, Stromausfälle stehen an der Tagesordnung, vielerorts gibt es kein heißes Wasser und in großen Hotels gibt es vorgegebene Zeiten, in denen man heiß duschen kann. 

Von Kathmandu ging es für uns dann weiter nach Pokhara, 200 km westlich. Die Stadt ist zwar nur 200 km entfernt, aber die Fahrt hat 7 Stunden gedauert! Es gab wirklich mehr Schlagloch als Straße, zum Glück war ich nicht so abenteuerlich unterwegs wie so mancher Nepalese. 






Natürlich hätte man auch fliegen können, aber im Moment diskutiert die EU darüber, den nepalesischen Fluggesellschaften zu verbieten EU Bürger zu befördern, denn es gab zu viele Flugzeugkatastrophen. Also dann doch lieber den Bus nehmen! Ich habe die meiste Zeit damit verbracht aus dem Fenster zu gucken und Landschaften und Menschen zu bestaunen und Alchemy zu spielen! Sucht!!

In Pokhara hat man eigentlich eine ganz wunderbare Aussicht auf die bis zu 8000 m hohen Gipfel des Annapurna und Manaslu ca. 25km nördlich der Stadt. Leider war es super neblig und man sah halt einfach mal nix. Danke! 

In Pokhara sind wir dann trekken gegangen. Zwar nicht auf den Annapurna, aber boah mir hat es auch echt gereicht! Unser Guide war schon auf dem Mount Everest und hat sich wahrscheinlich nur ach du scheiße gedacht, bei unserem Tempo….

Esel werden im Tal beladen und müssen dann auch die Berge
hochwandern und Essen etc. transportieren.

Am Anfang noch total gut ausgebaut mit Stufen!
Später nochmal beim Aufstieg wieder getroffen!
Servus. 
kind of misty.


Oben im Austrian Camp (~2400m) angekommen wurden wir dann mit toller Aussicht belohnt. NICHT. Denn das Wetter war ja immer noch schlecht. Aber wir hofften und beteten, dass das Wetter sich verbessert und stellten unseren Wecker auf 6:00 Uhr, denn bei Sonnenaufgang ist die Chance ganz gut den Ausblick zu genießen und siehe da, wir hatten gegen 6:30 kurz Glück und konnten Annapurna und Fishtail bestaunen. Auf dem Foto kann man annähernd erkennen wie schön der Ausblick war!



Während unserer Reise fuhren wir auch in den Nationalpark in Chitwan, nahe der indischen Grenze. Chitwan war alles andere als Shit-wan, es war total fabelhaft! Dort angekommen durften wir erstmal auf einem Elefanten reiten. Ich war eigentlich dagegen, weil ich nicht so viel davon halte Tiere in Gefangenschaften zu halten, um Touristen zu beglücken, aber ich hab mich dann doch dazu hinreißen lassen, denn meine Neugier war einfach zu groß und in Nepal gibt es seit Jahrhunderten Hauselefanten, so wie wir eben Hauskatzen haben. Die Tiere helfen beim Transport von Materialien und Menschen. Ich habe mein Gewissen dann so beruhigt, dass ein Elefant 2t tragen kann, da macht ihm wohl eine kleine Krissi auf dem Rücken auch nichts mehr aus.

Also ab auf den Elefant und rein in den Dschungel (as you do!). Der Vorteil ist, dass wenn man auf einem Elefanten sitzt, die anderen Tiere einen nicht riechen, denn der Geruch vom Elefanten überdeckt alles. Also kann man sich auch ganz nah an Nashörner heran bewegen. Wir konnten uns auch einem Nashorn nähern, aber als dann ein zweites auftauchte mussten wir uns schnell aus dem Staub machen, weil die schon echt aggro drauf sind. Ist nicht ohne im Dschungel sag ich Euch.

Elefanten gehen mit ca. 65 Jahren in Rente, also so wie wir Menschen. Dann leben sie noch bei den Menschen, müssen aber nicht mehr arbeiten. Sie können also tagsüber machen was sie wollen und kehren dann abends wieder in ihre Ställe zurück, weil da das Fressi schon geiler ist als im Dschungel.

Am nächsten Tag sind wir dann wieder in den Dschungel gefahren. Erst waren wir mit einem Jeep unterwegs und dann mit einem Boot auf dem Fluss. Wir sahen tolle Vögel, verrückte Insekten, Nashörner, Rehe, Affen, Eisvögel und auch Krokodile. Oh Eisvögel sind so zauberhaft schön! Außerdem Spinnen so groß wie mein Kopf, auf deren Begegnung ich echt hätte verzichten können. Nach einer kleinen Stärkung zum Mittag im Camp durften wir zwei Elefanten und ihren „Elephant-Driver“ kennen lernen. Seitdem habe ich einen neuen Traumberuf! Ich muss nur noch eben schnell drei Sprachen lernen und mir einen Elefanten zulegen….

Wir lauschten einem Vortrag über Elefanten, wobei zwei Elefanten direkt vor uns standen. Mama mit Kind. Einfach so, nicht angeleint, chillten die beiden da so mit ihrem Elefantenführer rum. Wir lernten super viel über Elefanten und auch über die Erziehung von domestizierten Elefanten. Danach durften wir die beiden Füttern. Ich war direkt verliebt. So süß!!!

Nach der Elefantenkunde ging es ab in den Dschungel- und zwar zu Fuß. Mit einem Stöckchen bewaffnet wurde uns dann eingebläut:

If a rhino charges us, then we run zic zac and throw a piece of clothing and climb a tree. Their vision is not great.
If we see a tiger, we stare in it’s eyes and slowly go backwards and and then we climb a tree.
If we see a sloth bear…… then we pray!! Na dann, ab geht’s.

Unser Guide meinte, dass wir sehr vorsichtig sein sollen, leise und alle hintereinander laufen müssen. Außerdem sagte er uns, dass wir vielleicht Pech haben und keine Tiere sehen können. Nach ungefähr 3 Minuten zeigte er begeistert in den Himmel: Look at the monkey!! In diesem Moment sah Michel allerdings ein Rhinozeros ca. 10 Meter von uns entfernt, worauf er unseren Guide hinweisen musste. Danach war mein Vertrauen in unsere Guide ein wenig gesunken….. eine halbe Minute guckten wir das Rhino also an, und das Rhino guckte so zurück, und dann meinte unser Guide: “We have to leave now, it is very dangerous“. Ach du scheiße hatte ich schiss!!!!  Hatte auch schon echt Pipi in den Augen und hab vor Angst ein bisschen geschwitzt.


Vom Tiger haben wir nur die Spuren gesehen, und die Höhle vom Sloth bear oder (Lippenbär) war glücklicherweise auch leer. Wir haben noch Rehe gesehen, Affen, wieder einen Eisvogel, Termitenstaaten und ein paar coole andere Vögel. Nach 1 ½ h war ich echt fertig mit den Nerven und war froh wieder in den Jeep zu steigen!





Unser Guide in Chitwan war echt ein Traum, er hatte so viel Wissen über Tiere und den Nationalpark Chitwan es hat einfach Spaß gemacht ihm zuzuhören und die Tage mir ihm zu verbringen. Am Ende des zweiten Tages wartete noch eine Überraschung auf uns. Als wir wieder auf dem Boot saßen, sahen wir auf einmal 5 Elefanten am Ufer. Jeden Tag gegen Abend nehmen sie alle ein Bad. Dieses Mal durften wir mit dabei sein! Es war wirklich einer der schönsten Momente im Urlaub. Die Elefantenführer haben so eine enge Beziehung mit ihren Tieren und die Elefanten gehorchen ihnen aufs Wort. Sieht schon geil aus, wenn der Elefantenführer über den Rüssel den Elefant hochklettert und der Elefant ihm dabei hilft. Es gibt auch einen Befehl, den man dem Elefant geben kann, dann spritzt er Wasser durch seinen Rüssel und einen nass. Haha, es war einfach zu gut!!




Von Chitwan aus mussten wir dann wieder zurück Richtung Kathmandu, also wieder 8 Std. im Bus. Das einzige was mich erheitern konnte war das Mittagessen, denn in Nepal gibt es sogenannte Momo, die eigentlich genau wie chinesische Dumplings schmecken (mein liebstes chinesisches Gericht) und mit einer scharfen Chilli Soße serviert werden! Ansonsten gibt es in Nepal sehr viele Reis- und Linsengerichte und auch immer alles top vegetarisch und goil.



Für unsere vorletzte Nacht hatten wir ein Hotel in Nargarkot (ca. 1950 m) gemietet. Der Grund der Reise war ja, Chic’s Traum, endlich mal das Himalaya Gebirge zu sehen. Von Nargarkot hat man also einen 360° Blick auf das Hochgebirgspanorama…… wenn denn das Wetter mitspielt. Tat es natürlich leider nicht. Also wieder Wecker gestellt und um 6 Uhr aufgestanden. Es war so neblig, man konnte einfach nix erkennen, also wieder ab ins Bett. Gegen 11 Uhr wurden wir dann aber mit einer Hammer Aussicht belohnt. Zwar nicht 360°aber trotzdem not from bad parents!



Was ich besonders an Nepal geliebt habe, waren die unfassbar netten Menschen und die Bambusschaukeln die es überall gab. Diese hier war besonders schön, denn man hatte Ausblick auf die wundervollen Berge. 



Den letzen Abend und Tag verbrachten wir dann wieder in Kathmandu. Von dort aus ging es weiter nach Abu Dhabi und dann nach Manchester. Der letzte Abend war besonders schön, denn es war der letzte Abend des mehrtägigen Tihaar (in Indien Diwali genannt) oder auch Lichterfest. Es wird zu Ehren von Lakshmi, der Göttin des Glücks und des Reichtums  abgehalten. Das Fest dauert mehrere Tage und viele Dinge und Tiere werden gehuldigt (bin jetzt hier auch kein Experte) in denen man vieles mit Blumengirlanden schmückt und oder Tiere mit einem speziellen Festessen füttert.



Am letzten Abend des Lichterfests schmücken dann die meisten Menschen ihre Häuser mit Kerzen, Öllampen oder bunten Lichterketten, damit Lakshmi zu ihnen findet und die mit Wohlstand und Glück segnen kann. Danach beginnt offiziell das neue Jahr, wenn ich alles richtig verstanden habe. 

Meinen Bericht möchte ich mit einem Zitat aus dem Reiseführer abschließen:


„…zum Zähneputzen nimmt man abgefülltes oder behandeltes Wasser, und in der Dusche sollte man den Schnabel halten.“ 

Es gibt sie also doch, meine verbündeten Brüder die auch in der Dusche trinken!

In diesem Sinne, much love.
Krissi 





Kommentare:

  1. wie schööööööööööön sich das anhört und was für tolle Bilder!
    Ich bin neidisch ;-)

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  2. Ich bin auch anonymer Dusch- Trinker...

    Wundervolle Bilder, hab Pipi in den Augen.

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  3. Woher weißt du bitte wie Eigenurin schmecht :D Toller Bericht... danke dafür. :* Gruß Liliane

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